Ich denke viele, sehr viele Menschen nutzen den Browser Google Chrome. Der ist ja nicht der schlechteste. Hat jedoch einen winzig kleinen Nachteil: Man bindet sich sehr eng an Google. Google erfährt doch sehr vieles über euch, wenn ihr diesen Browser nutzt. Es geht auch anders. Es gibt einen Browser, der mit Chrome sehr viel gemeinsam hat, aber „googlefrei“ ist.
Chromium heißt dieser Webbrowser, der auf der gleichen Grundlage wie Google Chrome basiert. Chromium ist schnell, sicher, minimalistisch und es gibt ihn in einer google freien Version.
Features, Einschränkungen und Aussehen
Fangen wir mit dem wichtigsten an. Chromium sieht genau so aus wie Google Chrome. Auch die Bedienung ist gleich. Das ist aber auch logisch, da Google Chrome auf Chromium basiert. Was beim Start sofort auffällt, ist die Startseite des Browsers. Zeigt diese Seite unter Chrome jede Menge Links und auch Google-Suchfeld, ist diese Seite bei Chromium fast leer. Mir ist das jedoch gleich. Ich ersetze diese Seite per Erweiterung durch eine leere Seite.
Ich denke, ich habe noch nicht alle Unterschiede entdeckt. Was mich jedoch bei Chromium stört, ist der Umgang mit Passwörtern. Ich bin es gewohnt, dass nachdem ich ein Passwort in ein dazugehöriges Feld eingegeben habe, die Speicherung angeboten bekomme. Das klappt hier nicht! In den Einstellungen gibt es einen Punkt „Passwortmanager“. Der bietet aber nur den Import der Passwörter aus einer CSV-Datei. Nutzt man das nicht, muss man die Passwörter jedes Mal neu eingeben.
Installation
Angeboten wird der Browser hier. Interessant sind dort für mich die 64-Bit Version für Windows. Ich empfehle dort der Browser in der zweiten Zeile mit dem Attribut „ungoogled“. Diese Version verzichtet komplett auf Google und es ist die Version, die ich hier beschreibe. Ladet euch den Installer herunter und startet diesen Installer. Es ist eine stille Installation. Das heißt, man sieht nichts! Nach einigen Sekunden, nachdem eine Verknüpfung auf dem Desktop und im Startmenü zu finden ist, lässt sich der Browser starten.
Erweiterungen
Ein Nachteil dieser „ungoogled“-Version ist die Tatsache, dass man keine Erweiterungen installieren kann. Es gibt jedoch ein Tool, dass dies ändert. Das Tool heißt Chromium-Web-Store und ist auf Github verfügbar. Dort wird auch die Installation und die kleine Änderung in chrome://flags erklärt. Hat man dieses Tool installiert, lassen sich Erweiterungen aus dem Google-, Opera- und dem Edge-Store installieren.
Update
Etwas anders läuft das mit dem Updaten von Chromium ab. Es gibt Tools, die das, wie auch in Chrome, automatisieren. Ich bin jedoch für die manuelle Methode. Ich rufe öfters die oben verlinkte Installationsseite auf. Die zeigt oben rechts, die installierte Version an. Die vergleiche ich mit der angebotenen Version. Gibt es eine neuere Version, lade ich sie herunter, schließe Chromium und installiere die neue Version über die Alte. Das mache ich jetzt schon länger. Es klappt prima!
Ich nutze diesen Browser, so wie hier beschrieben, schon länger und bin damit vollkommen zufrieden.